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Checkliste Bewerbungsgespräch

Stimmen Studienfach und Noten, ist der erste wichtige Schritt in den Berufseinstieg gemacht. Stimmen auch die Bewerbungsunterlagen, ist die Tür bereits geöffnet, doch der Eintritt - das Vorstellungsgespräch - wird für viele Absolventen zum ungeahnten Stolperstein. Nun ist alle universitäre Theorie endgültig für die Katz, es zählen Überzeugungskraft, Auftreten und Verhandlungsgeschick, um am Ende nicht nur den Traumberuf, sondern auch ein ordentliches Einstiegsgehalt zu Buche stehen zu haben.

Handymann Doch wie vorbereiten auf diesen wohl wichtigsten Part nach Ende des Studiums? Was muss ich unbedingt beherzigen, was geht gar nicht? Nicht selten gerät das im Studienverlauf mühsam aufgebaute Selbstvertrauen in der direkten Konfrontation mit dem potenziellen Arbeitgeber deutlich ins Wanken. Man wird kritisch beäugt, muss teils unangenehme Fragen mit Bravour beantworten - wahrlich keine einfache Situation.

Es gibt jedoch Grundregeln, deren Beachtung jungen Absolventen auch diesen letzten großen Schritt in die Arbeitswelt deutlich erleichtert. Zunächst einmal ist es unabdingbar, sich auf das Gespräch intensiv vorzubereiten. Umfangreiches Wissen über den Arbeitgeber und das Jobprofil wird vorausgesetzt, wobei die Internetseite des jeweiligen Unternehmens in der Regel die wesentlichen Fakten bereithält. Darüber hinaus kann natürlich auch eine tiefer gehende Recherche nicht schaden.

Im Gespräch selbst gibt es ganz unterschiedliche Faktoren, um zu punkten. Zunächst sollten Kleidung und allgemeines Auftreten an die jeweilige Branche angepasst sein. So werden sich angehende Juristen und Banker von Bewerbern im Medien-Bereich teils deutlich unterscheiden. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Teil der Vorbereitung sollte es auch sein, unterschiedliche Gesprächskonstellationen gedanklich intensiv durchzuspielen. Ist mein Gegenüber sachlich, konfrontativ oder sogar herzlich? Gibt es Lücken im Lebenslauf, die es schlüssig zu schließen gilt? Was will ich selbst im Verlauf des Gesprächs erfahren?

Ein sicheres, selbstbewusstes, aber keineswegs arrogantes Auftreten wird dabei behilflich sein, auch die eher unangenehmen Fragen nach Stärken, Schwächen und Gehalt souverän zu meistern. Kleinere Versprecher, gezieltes Nachfragen oder kurze Denkpausen sind angesichts der Drucksituation nie ganz auszuschließen, das weiß auch die Gegenseite. Vielmehr ist es wichtig, auch in vermeintlich brenzligen Situationen Ruhe zu bewahren, da Emotionen in Bewerbungsgesprächen nahezu keinen Raum haben. Sachlichkeit ist Trumpf.

Abschließend folgt eine Checkliste mit neun Punkten, die bei der Vorbereitung auf den großen Termin definitiv eine Rolle spielen sollten:
1.) Selbst- und Fremdeinschätzung meiner Stärken und Schwächen
2.) detaillierte Informationen über Unternehmen, Beruf und Jobprofil
3.) Anfahrtsweg checken (Pünktlichkeit ist absolutes Muss)
4.) Telefonnummer im Handy speichern (für Notfall)
5.) Ansprechpartner notieren, Namen lernen
6.) auf Kleidung und allgemeines Äußeres achten
7.) wichtige Gesprächssituationen gedanklich durchspielen
8.) Selbstbeurteilung nach Ende des Gesprächs
9.) Verbesserungen fürs nächste Mal / nächste Runde

(Bild: © Peter Kirchhoff / PIXELIO )