Navigation


Arbeitsmarktsituation allgemein

Der Blick auf die Arbeitsmarktsituation ist für viele angehende Studenten ein entscheidendes Kriterium bei der Fächerbelegung. Das Problem: Der Arbeitsmarkt ist kurzatmig wie nie zuvor. Branchen boomen und stürzen wieder ab, der technische Fortschritt schreitet im Galopp voran. Wie also kann es gelingen, bei Studienbeginn eine Entscheidung zu treffen, die sich vier, fünf Jahre später in Lohn und Brot auszahlt? Möglichst risikofrei?

Tafelschrift Die Antwort lautet, dass es hierzulande wohl für immer eine ausreichend große Zahl an Berufsbildern geben wird, die einen barrierefreien Jobeinstieg - zügiges Studium und gute Noten natürlich vorausgesetzt - einigermaßen planbar machen. So wird der ausgezeichnete Jurist mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Platz im Staatsdienst ergattern können, der Lehramtsstudent wird wenige Probleme haben, an einer Schule zu landen, und auch Ingenieure werden sich im exportorientierten Wirtschaftsgefüge der Bundesrepublik wenig Sorgen machen müssen, zumindest in einem kleineren Unternehmen unterzukommen.

Höchstes Sicherheitspotenzial bietet nach wie vor das Beamtentum, wohingegen es in der freien Wirtschaft je nach Branche erheblich spannender wird. Wer hätte beispielsweise vor wenigen Jahren gedacht, dass Investmentbanker ab Mitte 2008 zu Tausenden ihre Jobs verlieren würden bzw. dem akademischen Nachwuchs der Einstieg in die Branche wahrscheinlich über Jahre hinweg erheblich erschwert bleiben dürfte? Ähnlich wird es den Betroffenen der großen Online-Pleite zu Beginn des Jahrtausends ergangen sein. Soll heißen: Ein gewisses Restrisiko bleibt immer, weshalb man Plan B auch schon während des Studiums stets im Hinterkopf haben sollte.

Dennoch gibt es Anlaufstellen, die einem die Orientierung am Arbeitsmarkt deutlich erleichtern. Hierzu zählen die Arbeitsagenturen selbst mit ihren Service-Angeboten zur allgemeinen und spezifischen Berufsberatung. Daneben lohnt sich der Blick auf die Online-Angebote verschiedener Bundes- und Landesministerien, die Interessenten ein umfangreiches Portfolio an statistischen Daten und Publikationen rund um den Arbeitsmarkt bereithalten. Auch das Statistische Bundesamt widmet sich sehr intensiv und zeitnah der Aufarbeitung der allgemeinen Job-Situation in Deutschland. Aber: Ein wenig Glück gehört am Ende stets dazu, um den richtigen Job zur richtigen Zeit zu bekommen.

(Bild: © Stephanie Hofschlaeger / PIXELIO )